NAS im Eigenbau (Netzwerkspeicher)

Veröffentlicht am: 5. März 2012 Aktualisiert am: 4. März 2012

Wer seine Musik- oder Filmsammlung auf Festplatten sichern möchte, kann dies auch mit internen Festplatten oder ein bis x externen Platten erledigen. Was jedoch, wenn die einzelne Platte versagt? Sogenannte „Headcrashes“ sind nicht selten, vor allem wenn Geschöpfe (oft weiblicher Gattung) oder Haustiere über Kabel stolpern und die ungeparkte Festplatte in die Luft befördern.

Wer alles doppelt hat, verliert nur halb soviel?

Um für Datensicherheit zu sorgen, muss man also eine gewisse Redundanz schaffen. Jede Datei doppelt auf die Platte zu legen hilft leider nicht, da muss ich euch enttäuschen. Hingegen jede Datei auf zwei oder mehr Festplatten jeweils einmal unterzubringen, das kann hilfreich sein. Hardwareseitig ist eine solche Konfiguration im RAID-Verbund möglich. Dieser bietet verschiedene Möglichkeiten an, darunter das Spiegeln, Verteilen (Stripe) zur Geschwindigkeitssteigerung oder eine Kombination aus beiden Methoden. Zum Spiegeln benötigen wir also mindestens zwei physikalische Datenträger, um eine Datenredundanz zum Zwecke der Sicherheit zu erzeugen.

Jetzt könnte man diese beiden Platten und einen RAID-Controller (wenn nicht schon auf dem Mainboard vorhanden) in seinen Desktoprechner installieren. Der entscheidende Nachteil, abgesehen von unrealistischen Bränden oder ähnlichem im Gehäuse, ist jedoch die Zugänglichkeit der Backupspeicher. Der PC muss ständig laufen, wenn z.B. ein iTunes Musikserver über die beiden RAID-Platten laufen soll. Auch der Zugriff auf Medien und Datenbestände via Notebook, Tablet, Smartphone oder Toaster ist nicht möglich, wenn der Rechner aus ist. Wer zudem eine äußerst Stromsparende (knapp 130 Watt im Leerlauf) Grafikkarte sein Eigen nennt, überdenkt sich aus energiepolitischen und ökonomischen Gründen besser diesen Plan und greift zu einem NAS.

Synology und QNAP

NAS oder auch Network-Attached-Storage, also Netzwerkspeicher, liefern alle Vorteile des Internen RAID’s bei wesentlich niedrigerem Stromverbrauch und völliger Unabhängigkeit. Das NAS wird mit dem Router verbunden und kann somit, wenn gewünscht, auch von Außerhalb genutzt werden. Zudem lassen sich Dienste wie ein FTP-Server, Webserver mit PHP & SQL oder auch ein iTunes Medienserver darauf betreiben. Diese Systeme gibt es sowohl als Fertigpaket von namhaften Herstellern wie Synology und QNAP (die Billigprodukte taugen leider nix) oder aber auch im günstigeren Eigenbau.

NAS im Eigenbau

Wer sein NAS selber baut, kann es mit diesem Tutorial mit FreeNAS, einer kostenlosen Softwarelösung für NAS-Systeme ausstatten. Alles was man für ein NAS benötigt, sind:

  • Prozessor (64-Bit, am besten Energiespar-Dualcores wie Athlon X2 o.ä.)
  • Arbeitsspeicher (mindestens 4GB damit es Spaß macht)
  • Ein mATX-Motherboard mit RAID-Unterstützung und Onboardgrafik
  • mATX-Gehäuse mit Netzteil (oder separatem Netzteil)
  • … und natürlich ordentlich große Festplatten

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