Schlechter WLAN-Empfang?

Veröffentlicht am: 20. Februar 2012 Aktualisiert am: 21. Februar 2012

Im Zeitalter des „Ich habe einen WLAN-Router, surfe jedoch geschätzte 2 Meter Luftlinie von ihm entfernt mit meinem Notebook“ und meist kostenloser Dreingabe von Routern bei nahezu jedem Internet Service Provider, stehen die Chancen um guten Empfang leider schlecht. Wieso?

Ganz einfach: Bei etwa einem Dutzend Netzen auf den besten Frequenzen (1, 6, 11) funken meine Nachbarn bewusst und unbewusst durch die Weltgeschichte und verursachen Interferenzen, die sich gewaschen haben. Um einen recht stabilen WLAN-Empfang zu erreichen, bedarf es nämlich möglichst wenig anderer Geräte auf derselben Frequenz. Je nach „Breite“ des Signals können auch mehrere Plätze zwischen 1 und 11 belegt werden. Nebst Mobiltelefonen und Bluetooth Geräten können auch Mikrowellen im Betrieb eine Interferenz verursachen, die zu Verbindungsabbrüchen führt. Im Endeffekt bleiben also nur die oben genannten drei Frequenzen für den sinnvollen Betrieb, jedoch hat ein Wohnungsinhaber oder Mieter leider meist mehr Nachbarn.

Einige aktuelle HD-Fernseher von Samsung haben zudem ein nettes WiFi-Sharing-Feature, welches sich auf Kanal 5 festsetzt und so ziemlich jeden handelsüblichen Router in die Knie zwingt. Dazu kommt noch, dass die Router meiner Nachbarn automatisch den passenden Kanal suchen, da dies eine Standardeinstellung bei ihren Modellen darstellt. Somit wird durch den wild funkenden Fernseher ein interessantes Chaos in Gang gesetzt, bei dem ein Dutzend Router simultan versuchen einen Kanal zu finden, bei welchem wiederum tatsächlich auch mal ein Paar Datenpakete ihren Weg finden. Der Fernseher hingegen bleibt wie ein Fels in der Brandung auf Kanal 5 und es scheint, als würde er sich dämonisch über die Höllenqualen der unterlegenen Router freuen, die in einer Art Limbo ihr wechselhaftes Dasein fristen müssen.

Wir halten also fest: Vielleicht war es doch keine gute Idee, Hinz und Kunz mit der drahtlosen Netzwerktechnologie bekannt zu machen. Neben dem teuflischen Fernseher ist natürlich auch der obligatorische, des Konfigurierens unkundige Nachbar dabei, welcher mit der SSID „Mario“ (Anm. d. R.: Name abgeändert), die natürlich unverkennbar seinem Vornamen entspricht, stolz sein ungesichertes Netz zur Verfügung stellt. Übrigens liegt der Fernseher aus der Hölle auch auf einem anderen Kanal, als der Router des Besitzers. Meine Güte.

Wer sich einen Eindruck von der hoffentlich nicht ganz so aussichtslosen Lage machen möchte, um beispielsweise einen unbesiedelten Frequenzkanal für sich zu beanspruchen, kann dies mit dem Analysetool InSSIDer erledigen. Mit einem kompatiblen WLAN-Adapter zeigt dieses Tool die komplette Netzwerklandschaft in der näheren Umgebung auf.

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