Microsoft und die Konkurrenz

Veröffentlicht am: 13. März 2009 Aktualisiert am: 13. März 2009

Trotz Wirtschaftskrise laufen bei den großen Soft- und Hardwarefirmen dieser Welt die Entwicklungen auf Hochtouren. Es scheint fast so, als wollten die Marktführer der Krise entgegen wirken, indem sie immer neue Produkte auf den Markt werfen.

Microsoft

Allen voran natürlich die alten Konkurrenten Microsoft und Apple. Während die Entwickler von Microsoft noch fleißig am neuen Windows 7 feilen (Nachfolger von Windows Vista), das Ende dieses Jahres erscheinen soll (Allthemedia berichtete bereits zweimal), arbeitet eine andere Abteilung des Softwareriesens an Microsofts geplanter Suchmaschine „Kumo“. Damit will das Unternehmen endlich Google Konkurrenz machen. Ähnliche Versuche gab es bereits in den vergangenen Jahren.
Zum einen hatte Microsoft versucht, Yahoo im vergangenen Jahr zu kaufen, was allerdings scheiterte. Außerdem besitzt der Softwareriese seit Längerem eine eigene Suchmaschine. Diese, „Windows Life Search“ genannt, floppte jedoch, was letzten Endes wohl auch an dem schlecht gewählten Namen lag. Die Seite von „Windows Life Search“ war nämlich zusätzlich auch noch schlecht zu erreichen. Man musste schon genau wissen, was man zu tun hatte. So konnte man die Suchmaschine beispielsweise über http://www.live.com/, mit http://www.mns.de/ oder auf der Startseite von MSN finden.

Außerdem bot die Suchmaschine kaum besondere Features, die ihr einen Wettbewerb zum Suchmaschinenriesen Google ermöglichen würden. Das soll sich jetzt mit Kumo ändern. Der Name ist auf jeden Fall schonmal besser gewählt als „Windows Life Search“. Er ist kurz, klingt gut und bleibt im Gedächtnis besser haften.
Der Name ist angeblich aus dem Japanischen abgeleitet und soll so viel wie „Wolke“ oder „Spinne“ bedeuten. Das ist insofern passend, dass sich die Suchmaschine nicht mehr allein auf ihre Datenbank stützt, sondern sogenannte Softwareagenten einsetzt, die unter anderem als „Spiders“ (engl: Spinnen) bezeichnet werden. Diese Agenten sind halbintelligente Software, die das Netz durchforstet und treffsicherer nach möglicherweise zur Suchanfrage passenden Seiten sucht, als bisher. Nicht ganz klar ist, ob Kumo die Spiders nur einsetzt wird, um seien Datenbank zu füllen, oder direkt zum Suchen. Ersteres wäre nichts Neues, das machen Google und Yahoo nämlich auch. Letzteres könnte eine innovative Idee sein, um Seiten viel gezielter suchen zu können, würde allerdings auch mehr Zeit für einen Suchvorgang in Anspruch nehmen. Man darf gespannt sein.

Bisher läuft die Suchmaschine nur im firmeninternen Netz von Microsoft, wahrscheinlich, um letzte Fehler zu finden. Es wurde jedoch vor kurzem ein Screenshot veröffentlicht, der die Startseite der neuen Suchmaschine zeigt. In der Adresszeile steht natürlich als „Flavicon“ das altbekannte Windows-Logo. Zum Entwicklerblog mit dem Screenshot: hier

Also auf den ersten Blick sieht Kumo eher hässlich aus. Ein schlichtes, blaues Logo links oben, die Suchleiste ziemlich nach oben gerückt, die Ergebnisliste sieht aus wie auf hundert anderen Such- und Werbeseiten auch.

Interessant ist aber die Richtung in die Kumo gehen soll. Es ordnet die Ergebnisse automatisch nach Kategorien, die in der linken Leiste nachgeschlagen weren können. Diese Bereiche sind vom Suchbegriff abhängig. Sucht man beispielsweise nach einem Musiker, könnte Kumo die gefundenen Seiten nach Kategorien wie zum Beispiel „Songtexte“, „Person“, „Veranstaltungen“ oder „Neuigkeiten“ ordnen. Zumindest in der Theorie. Man darf gespannt sein, wie gut es letztendlich funktioniert und ob sich Google irgendwie beeindruckt zeigt. Ich bezweifel es noch.

Apple


Auch Microsofts Konkurrenz schläft nicht. Neue Betriebssysteme oder Suchmaschinen haben sie zwar nicht zu bieten, dafür watet Apple mit einer neuen Generation IPods auf. Allen voran der winzige Ipod shuffle. Dieser ist so klein, dass er nicht einmal ein Display hat. Bedient wird er stattdessen über eine Steuerung am Kopfhörerkabel. Die Ausgabe erfolgt, und das ist die große Neuerung, per Sprache. Eine automatische Stimme gibt Informationen zu Titel, Interpreten und Wiedergabelisten. Dieses System nennt man „Voice-Over-Kit“ und soll künftig auch in den anderen IPod-Systemen zur Verfügung stehen.
Ob die Ansage dann so klingt wie die Telefonauskunft der Bahn, wird sich zeigen müssen. Auf jeden Fall ist es eine interessante Idee, zumal die Sprachausgabe 14 verschiedene Sprachen versteht. Wichtig wäre die Frage, ob sie denn auch in der Lage ist, zu erkennen, in welcher Sprache der Songtitel ausgesprochen werden muss. Eine Computerstimme, die englische Titel deutsch ausspricht, würde wohl so manches Musik-Vergnügen ruinieren. Auch hier darf man auf weitere Neuigkeiten gespannt sein.

Damit ist Apple aber anscheinend noch nicht am Ende. Es mehren sich die Gerüchte, dass der US-Konzern an einem neuen Computer mit Touchscreen arbeitet. Dabei handelt es sich vermutlich um ein Modell der IMac-Reihe, die sämtliche Technologie (Prozessor, Festplatte, DVD-Laufwerk) im Bildschirm vereint. Nach Angaben einer nahesteheneden Person, wurden beim taiwanischen Unternehmen Wintek berührungsempfindliche Bildschirme mit 10″ Diagonale bestellt. Das entspricht in etwa der Größe von Netbook-Displays. Derselbe Konzern hat für Apple bereits die wesentlich kleineren Displays des IPhones produziert. Bis es hier zu greifbaren Neuigkeiten kommt, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen. Angeblich geht die Lieferung der Bildschirme erst im dritten Quartal des Jahres nach Amerika. Sprich, vor dem Herbst wird da nicht viel passieren.

Die Krise scheint den großen Firmen also wenig anhaben zu können. Genausowenig wie verschiedene Streitereien (zb. hier), der mäßige Erfolg der CeBIT (AlltheMedia berichtete) oder ein kurzes Einbrechen der Aktien, wie es bei Apple der Fall war. Es wird auch mal wieder Zeit für ein paar interessante Neuerugnen. Mal sehen, was das Jahr noch bringt.

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