Blizzard kündigte Diablo 3 an

Veröffentlicht am: 5. Oktober 2008 Aktualisiert am: 5. Oktober 2008

Blizzard setzt seine legendäre Diablo-Reihe fort. Lange brodelte es in der Gerüchteküche und es wurde gemunkelt das Diablo 3 in der Endwicklungsphase sei. Jetzt steht fest: Teil 3 der Reihe um den Höllenfürsten ist in Arbeit. Die Entwickler stellten das Action-Rollenspiel am 28. Juni 2008 in Paris vor. Diablo 2 erschien im Jahr 2000, ein Jahr später folgte die Fortsetzung Lord of Destruction – nun geht es also weiter.

Die Umgebung ist künftig in 3D gehalten, die Steuerung orientiert sich aber weitgehend an den Vorgängern, sprich: Vogelperspektive. Blizzard hat auf seiner Eröffnungsveranstaltung zwei Umgebungen gezeigt. Ein Höhlensystem mit zahlreichen, scheinbar unendlich tiefen Abgründen, aus denen an einer Stelle Monster hervorkrabbelten Außerdem zu sehen war eine Landschaft unter freiem Himmel mit Bäumen und Flüssen; einige der Bäume erwachten zum „Leben“ und griffen den Spieler an.

Story

Die Handlung spielt rund 20 Jahre nach dem Ende von Lord of Destruction. Die Bewohner der Welt Sanktuario, und natürlich besonders die Bürger von Tristram, erinnern sich kaum noch an die Geschehnisse von damals – dabei hätte doch eigentlich eine groß angelegte Invasion des Bösen stattfinden müssen. Warum das nicht so war, und welches Unheil stattdessen droht, findet der Spieler erst im Verlauf von Diablo 3 heraus. Die Story soll laut Wilson (leitender Designer bei Blizzard) eine wesentlich wichtigere Rolle spielen und wird auch mit Zwischensequenzen in der Grafikengine erzählt – in denen einige alte Bekannte wieder auftauchen, beispielsweise Deckard Cain. Das Spiel beginnt in New Tristram, das auf den Ruinen der alten, aus den Vorgängern bekannten Stadt erbaut wurde. Allerdings gibt es künftig mehr von der Welt zu sehen, insbesondere die riesige Hauptstadt Caldeum und eine Insel namens Skoros, auf der das Volk der Amazonen in gewaltigen, griechisch anmutenden Säulenbauten lebt.

Spielmodus

Der Solomodus von Diablo 3 soll ungefähr so umfangreich sein wie beim Vorgänger. Erneut werden die meisten Gebiete in der Welt per Zufallsgenerator aus vorgegebenen Modulen immer etwas neu zusammengestellt, auch bei den Monstern soll es beim mehrfachen Durchspielen eine gewisse Wahrscheinlichkeit geben, dass beim zweiten Mal andere Biester lauern als beim ersten Mal. Besonders wichtig ist für Blizzard diesmal wieder der Coop-Modus, der über das auch künftig kostenlos nutzbare Battle.net laufen soll.

Charakterklassen

In der offiziellen Pressemitteilung schreibt Blizzard, dass Diablo 3 künftig fünf Heldenklassen enthalten wird. Hierbei handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Fehler: nach Informationen von PCAction steht die letztendliche Charakteranzahl noch nicht fest. Derzeit ist der Witch Doctor (Hexendoktor) angekündigt, der mit seinem Federschmuck zumindest in der Präsentation ein wenig einem Azteken-Gott ähnelt. Er verfügt über Gedankenkontrollfähigkeiten, mit denen er beispielsweise dafür sorgte, dass sich Gegner gegenseitig angriffen. Außerdem kann er Feuerbälle Richtung Feind schleudern und Kampftiere zur Unterstützung herbeizaubern.

Des weiteren gibt es den aus dem Vorgänger noch gut bekannten, um weitere Kampffähigkeiten erweiterte Barbar. Jede Klasse gibt es künftig in einer weiblichen und einer männlichen Variante, was allerdings keine spielerischen Auswirkungen hat. Zumindest einige der besseren Rüstungen bekommen außerdem ein leicht unterschiedliches Aussehen je nach Klasse. Außerdem kann er Feuerbälle Richtung Feind schleudern und Kampftiere zur Unterstützung herbeizaubern.

Kämpfe und Gegner

Deutlich aufwendiger sollen die Kämpfe werden. Blizzard hat sich dafür von den Boss-Gefechten in World of Warcraft inspirieren lassen und möchte in Diablo 3 ebenfalls mehr lange Schlachten, in denen der Spieler beispielsweise erst die Schwachpunkte des Gegners herausfinden muss, und weniger simples Gekloppe. Außerdem gibt es künftig mehr Zwischengegner. Ein fetter Höllenköter, der während der Präsentation erlegt wurde, ist angeblich kein wirklicher Oberboss, sondern einer von vielen eher mittelgroßen Herausforderungen – und dabei hat das Viech allein gut ein Viertel des Bildschirms gefüllt.

Inventar

Das Inventarsystem krempelt Blizzard grundsätzlich um: Künftig belegt jeder Gegenstand nur einen Ablageplatz. Neu ist auch, dass Heiltränke keine so große Rolle mehr spielen wie in den Vorgängern, ohne regelmäßiges schlucken ging es einem echt schlecht. Um mehr Tempo in die Kämpfe zu bringen, hat sich Blizzard ein ganz neues System ausgedacht: Erledigte Gegner hinterlassen kleine rote Kügelchen; läuft der Spieler durch diese hindurch, verbessert sich sein Gesundheitszustand ein wenig.

Fazit

Diablo 3  hat großes Potenzial allerdings sind auch die zu erfüllenden Erwartungen der Fans nach dem riesenerfolg Diablo 2  extrem hoch. Bleibt uns nur zu hoffen das Blizzard denen gerecht wird. Allen Fans bleibt derzeit jedoch nur eins. Warten, warten, warten. Vielleicht noch ein kleiner Tipp am Schluss: vertreibt euch die Wartezeit doch einfach damit, Diablo 2  noch einmal zu kaufen und durchzuspielen. Das steigert die Vorfreude und ihr findet euch dann auch in Diablo 3  gleich wieder zurecht.

Viel Spaß
mggg141

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