Vergleich: Facebook, MySpace und SchuelerVZ / StudiVZ

Veröffentlicht am: 5. Juli 2009 Aktualisiert am: 24. Januar 2010

In Deutschland gibt es mittlerweile zahlreiche soziale Netzwerke. Viele US-Netzwerke machen sich nun auch in Deutschland breit. Daher nun die große AllTheMedia Vergleich von drei großen sozialen Netzwerken: Facebook, MySpace und SchuelerVZ / StudiVZ.

Auch ich bin auf diesen Plattformen vertreten. Besucht mich einfach auf Facebook.

Ausgangssituation: Ich bin bei diesen drei Netzwerken seit mehreren Monaten angemeldet und habe sie ausgiebig getestet. In diesem Bericht soll zunächst die Entstehung, die Funktionensvielfalt, die Usability (Bedienung) und einiges mehr verglichen werden. Am Ende soll es dann zu einem Ergbnis kommen: Welches ist das beste soziale Netzwerk?

Entstehung und Entwicklung

Facebook

facebook

Im Februar 2004 entwickelte Mark Zuckerberg an der Harvard University ein Netzwerk, welches für die dortigen Studenten gedacht war. Später wurde es für Studenten in ganz USA freigegeben. Im September 2006 konnten sich dann auch ausländische Studenten anmelden.

Anfang 2008 gab es dann Facebook auch in den Sprachen Deutsch, Spanisch und Französisch. Weitere Sprachen kamen im Laufe der Zeit dazu. Auch im asiatischen Raum kannte man nun Facebook.

In Deutschland konnte sich das System aber noch nicht so stark ausdehnen, da mit StudiVZ / SchuelerVZ von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck ein Netzwerk entstand, welches mehr Schüler und Studenten gewinnen konnte. Allerdings entstand StudiVZ erst ein Jahr später als Facebook (dazu später mehr).

Mittlererweile kann man bei Facebook mehr als 200 Millionen Nutzer weltweit zählen.

MySpace

Die Adresse www.myspace.com war anfangs gar kein soziales Netzwerk, sondern ein ANbieter für die kostenlose Datenspeicherung im Internet. Erst im Juli 2003 gründete Tom Anderson die Community. Im Juli 2005 kaufte Medienmogul Rupert Murdoch das Portal für 580 Millionen US-Dollar.

Im Juli 2007 hatte man bereits 180 Millionen Mitglieder. Täglich kommen ungefähr 230.000 neue Mitglieder dazu. Im Gegensatz zu Facebook, welches arbeitsnetzwerkbasiert ist, steht MySpace für die User für Privates und Freizeit.

Das Besonder an MySpace war der Schwerpunkt Musik. Tom Anderson wollte vor allem Musiker für sein MySpace begeistern und unbekannten Künstlern helfen. Fans und Bands konnten damit untereinander in Kontakt bleiben. Durch Rupert Murdoch wurden dann nicht nur unbekannte Gruppen aufgenommen, sondern auch große, kommerzielle Musikfirmen und bekannte Künstler. MySpace öffnete sich dann auch für multimediale Inhalte wie Filme. Usern und Künstlern steht zudem ein Blog zur Verfügung und Bilder können hochgeladen werden.

Im August 2006 wurde eine Kooperation mit Google vereinbart. Damit kam auf MySpace dann die Google Suche und Google AdSense. MySpace erhielt dafür zwischen 2007 und 2010 mindestens 900 Millionen Dollar. Allerdings kann dies auch auf Kritik führen, denn damit kann Google weiterhin Daten von den Usern sammeln: Was machen sie in der Freizeit, was sind deren Hobbys … Der Mensch wird immer gläserner.

Ende 2006 startete MySpace eine deutsche Betaversion, die im Januar 2007 bereits 2,5 Millionen Mitglieder hatte.

SchuelerVZ / StudiVZ

studiVZ wurde im Oktober 2005 gegründet. Mittlerweile gibt es dort über 13 Millionen regsitrierte Mitglieder. Obwohl man im Herbst 2007 StudiVz auch in anderen Ländern anbot, stellt man dies 2009 wieder ein.

Im Februar 2007 wurde dann für Schüler das schuelerVZ gegründert, wodurch mehr als 4 Millionen Schüler untereinander venetzt sind.

Anfangs gab es dann auch noch Ärger mit Facebook, denn man warf dem Betreiber vor, Facebook kopiert zu haben. Dies beweisen auch etliche Fotos, auf denen ein Fehlercode zu sehen ist, wo es heißt „Fakebook“. Facebook hatte sich erhofft durch die Übernahme von studiVZ und SchuelerVZ auch in Deutschland richtig durchstarten zu können.

Registrierung

Facebook

Bereits auf der Startseite findet man ein Registrierungsfeld, welches ein schnelles registrieren ermöglicht. Auch hier müssen die Standarddaten wie Name, Email-Adresse und Passwort eingetragen werden.

Nachdem man dies gemacht hat, kommt man ebenfalls in einen Fragenkatalog. Zunächst kann man entscheiden, ob man schon Freunde hinzufügen will, welches System erkannt hat (wenn man auf Facebook unterwegs war). Danach kann man schnell und einfach Freunde hinzufügen, indem man seinen Email-Account (z.B. Googlemail, GMX, Web – je nachdem welche Email Adresse man gewählt hat) hinzufügt und das Passwort eingibt. Nun werden alle Email Adressen gesucht und bei Facebook wird überprüft, ob dort schon jemand angemeldet ist. Dies ist aber auch bei MySpace möglich.

Im dritten Schritt gibt man dann seine Profilinformationen (Schule) ein. Als letztes kann man noch ein Profilbild auswählen. Aber hier ist es auch möglich, diese Schritte zu überspringen und erst später einzutragen oder halt gar nicht.

MySpace

Die Registrierung bei MySpace ist einfach. Zunächst gibt man einige Daten wie Benutzername, Passwort und Email ein. Danach muss man seine Email-Adresse bestätigen. Hat man seine Email Adresse bestätigt, kommt man durch einen Fragenkatalog. Unter anderem wird gefragt, welche Schule man besucht hat und vieles mehr. Allerdings kann man diese Schritte auch überspringen, wenn man hier keine Daten eingeben will oder diese später vervollständigen will.

SchuelerVZ / StudiVZ

Bei StudiVZ muss man Vor- und Nachname eintragen, sein Geburtstag, Geschlecht, Passwort und einiges mehr. Zudem muss man die Datenschutz-Erklärung, den AGB und anderen Bestimmungen zustimmen. Vor allem die Datenschutz-Erklärung erlaubt es StudiVZ, Daten (nutzungsverhalten etc.) zu speichern. Auch hier muss man dann seine Email-Adrese bestätigen und kann dann sein Profil bearbeiten, erweitern und vieles mehr.

Bei schuelerVZ ist die Besonderheit, dass man eingeladen werden muss bevor man sich regsitrieren kann. Dies soll als Schutz vor Eltern, Lehrern und anderen leuten sein, die in diesem Netzwerk nichts zu tun haben, da es sich meist um Minderjährige handelt.

Funktionsvielfalt

Facebook

Bei der Funktionsvielfalt hat Facebook interessante Ideen. Auf seiner Startseite kann man – wie jetzt auch auf schuelerVZ und studiVZ möglich – Kurznachrichten verfassen – also was man gerade macht. Allerdings gibt es hier kein maximum an Zeichen, sodass man längere Nachrichten einstellen kann. Hier werden allerdings Webadressen auch verlinkt im Gegensatz zu studiVZ / schuelerVZ.

Wie es für ein soziales Netzwerk üblich ist, kann man Bilder hochladen und Gruppen beitreten. Zudem können auch Videos hinzugefügt werden, man kann sich bei Veranstaltungen eintragen oder selber eine erstellen. Ein Chat ist ebenfalls mit von der Partie. Weiterhin gibt es eine Extrakategorie Links, womit man seinen Freunden tolle Webadressen schicken kann.

Ein weiteres Highlight ist, dass man ein Quiz erstellen kann oder an einem teilnehmen kann. So gibt es Themen wie „Was soll ich studieren?“ oder „Wie reich wirst du später?“ oder auch einfache IQ Tests (welche aber nicht dazu dienen sollen, wirklich den IQ auszugeben). Man kann aber auch selber ein Quiz erstellen und dem User dann eine Antwort geben. Je nachdem, was man nämlich ankreuzt, bekommt man Punkte und das ergibt dann halt ein Ergbnis wie zum Beispiel auf die Frage, welcher Nationalität man angehören sollte: „Du liebst Pizza und Spaghetti. Dazu auch noch Meer und Sonne und im Norden Schifahren.“

Ansonsten kann man sein Profil erweitern, Bilder verlinken, Freunde hinzufügen und vieles mehr.

MySpace

Vom Funktionsinhalt am größten ist MySpace. Neben den generellen Funktionen wie Freunde hinzufügen, Bilder hochladen, Gruppen gründen und beitreten, ist es bei MySpace so, dass ein Profil besser erweiterbar ist, weshalb viele ihr MySpace Profil als Website angeben. Auf einem Profil kann man auch Kommentare hinterlassen und vieles mehr tun.

So kann man Videos hochladen, seinen Kalender verwalten, Musik und Videos auf sein Profil bringen und dank MySpace 2.0 auch tausende an Widgets einbinden. Auch ein Blog ist mit von der Partie, wo die User Artikel schreiben können.

Die „Website“ ist auch sehr einfach designtechnisch anpassbar, sodass jeder aus seiner Seite etwas besonderes machen kann.

Das einzige was ich nicht finden konnte, ist ein Chat zwischen Freunden. Edit: Mittlererweile gibt es auch das! Unten rechts findet ihr jetzt einen Toolbar. Dort steht, wer von euren Freunden online ist. Damit könnt ihr dann auch mit euren Freunden chatten. Weitere Informationen erhaltet ihr HIER.

SchuelerVZ / StudiVZ

Die Funktionsvielfalt ist bei studiVZ und schuelerVZ nicht so groß wie bei Facebook und MySpace, aber für Studenten und Schüler wohl ausreichend.

So kann man sein Profil anpassen und erweitern (welche Hobbys hat man, wie kann man jemanden erreichen usw) und Freunde hinzufügen. Man kann Bilder hochladen und auf Bildern verlinkt werden oder seine Freunde verlinken. Auch kann man sagen, wer seine Seite alles sehen soll (nur Freunde etc.). Zudem gibt es auch einen Chat, welcher bei schuelerVZ „Plauderkasten“ heißt, man kann Gruppen beitreten und auch Gruppen gründen und seinen Senf dazu geben. Außerdem gibt es ein internes Nachrichtensystem, womit man Freunde oder andere anschreiben kann.

Aber man kann auch Nachrichten auf der Profilseite von jemanden hinterlassen.

Usability

Facebook

Da Facebook eine Menge Funktionen zu bieten hat, ist die Usability natürlich nicht ganz so gut wie bei schuelerVZ / studiVZ. Trotzdem kommt man auch hier schnell klar und weiß wo man alles zu finden hat. Über das Menü, welches man unten auf der Seite findet, hat man schnellen Zugriff auf spezielle Seiten wie Fotos, Gruppen etc. Auch sein Profil kann man schnell und einfach anpassen.

MySpace

MySpace ist von der Funktionenvielfalt am Größten. Daher braucht man hier auch einige Zeit an Eingewöhnung bis man alles gefunden hat. Jedes Menü hat zahlreiche Untermenüs, wobei man immer erst etwas suchen muss. Durch das neue MySpace 2.0 kann man sein Profil bzw. seine Website schnell und einfach anpassen. Durch die Module heißt es hier nur noch klicken und dann an die richtige Stelle verschieben. Damit kann man seine Seite schnell bearbeiten.

SchuelerVZ / StudiVZ

Bei der Usabilty am besten abgeschnitten hat schuelerVZ / studiVZ, da man im Menü links alle wichtigen Links enthält. Über nur einen Klick kommt man schnell zu seinem Profil, kann dies bearbeiten. Man kann nach Gruppen suchen, sendet Freunden eine Nachricht und vieles mehr. Ist man auf der Seite eines Freundes, gibt es unter dem Profilbild wiederum Dinge, die man tun kann. So einfach ist es bei keinem anderem Netzwerk

Fazit

Wie man sieht hat jedes Netzwerk seine Vor- und Nachteile. Bei MySpace kann man sozusagen seine eigene Website einrichten mit vielen tollen Funktionen. Bei schuelerVZ / studiVZ und Facebook handelt es sich dagegen um arbeitsorientierte Plattformen, da man mehr auf Schule / Studium ausgerichtet ist und so dort eher solche Informationen veröffentlicht.

Im großen AllTheMedia Testvergleich haben alle Plattformen gut abgeschnitten, da jede für sich etwas Besonderes ist.

Facebook ist für alle interessant, die mit Leuten überall auf der Welt vernetzt sein wollen und zudem etwas Spaß haben wollen.

schuelerVZ / StudiVZ ist für Schüler und Studenten interessant, da hier fast alle ein Profil haben und zudem sehr einfach zu bedienen ist. Hier muss man kein Internetprofi sein, um ein Profil zu erstellen. Nachteil hier ist ein nicht so großer Funktionsumfang.

MySpace bietet vor allem den Vorteil eine Website von sich selbst ins Leben zu rufen und durch einen Blog mit Leben zu füllen. Mit ein paar Mausklicks kann man seine Seite so anpassen, wie man es selbst gern hätte. Nachteil hier ist, dass man sich erst System reinfinden muss. Vor allem die Startseite, nachdem man sich eingeloggt hat, wirkt völlig überladen und unübersichtlich.

Daher ist es von Vorteil auf allen drei Plattformen vertreten zu sein.

Auch ich bin auf diesen Plattformen vertreten. Besucht mich einfach auf MySpace oder Facebook.

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2 Comments

  1. Simone
    Simone Juli 09, 15:23

    Also Meiner Meinug nach ist Myspace die Nummer 1 das es deutlich mehr Mitglieder hat und man seine Seite selbs gestallten kann

    Reply to this comment
  2. SEO Monster
    SEO Monster Januar 20, 14:26

    Man beachte die Suche bei facebook. Hier entsteht mit der Zeit großes Potenzial für eine Social Suche! Ich denke, dass der internationale Trend eindeutig zu facebook geht.

    Reply to this comment

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