Die Angst vor dem Super-GAU: Atomkraftwerk Fukushima 1 in Gefahr

Veröffentlicht am: 14. März 2011 Aktualisiert am: 14. März 2011

Es ist wohl nur eine Frage der Zeit bis es im Atomkraftwerk Fukushima 1 zum wohl größten Atomunfall seit Tschernobyl im Jahr 1986 kommt. Ob es bereits zur Kernschmelze gekommen ist, sei unklar. Doch Reaktor 1 und 3 von Fukushima 1 sind bereits explodiert. Im Reaktor 2 ist nun auch die Kühlung ausgefallen, weshalb es auch hier in den nächsten Stunden zu einer Explosion kommen kann.

Der Grund ist der Ausfall des Kühlsystems. Nach dem starken Erdbeben am Freitag früh MEZ ist der Strom ausgefallen. Davon sind auch die Atomkraftwerke und vor allem in Fukushima betroffen, wo das Erdbeben mit die größten Schäden angerichtet hat. Wenn die Brennstäbe nicht mehr gekühlt werden können, so steigt die Temperatur und der Druck im Inneren des Reaktors so stark, dass die heiße Masse durch den Boden des Druckbehälters kommen kann. Dies wiederum würde dazuführen, dass dies später auf das Grundwasser treffen könnte und es dadurch zur Dampfexplosion kommt.

Reaktor 2 von Fukushima 1 in Gefahr

Der Luftdruck im Reaktor 2 von Fukushima 1 steigt stetig. Zwischenzeitlich waren die Brennstäbe ohne Wasserkühlung. Die Techniker in Japan versuchen mit Meerwasser die Brennstäbe zu kühlen. Hierbei handelt es sich um eine noch unerprobte Methode. Doch man versucht alles, um einen Super-GAU zu verhindern.

Noch ist der Reaktor nicht explodiert, aber das steht wohl unmittelar bevor. In Reaktor 1 und 3 ist es wohl bereits zur Kernschmelze gekommen, doch man hofft immernoch die Lage in Griff zu bekommen. Auch die Strahlung hat sich mit 3100 Mikrosievert nahezu verdoppelt – seit der letzten Messung. Gemessen wurde diese Strahlunsmenge am Haupttor.

Aber nicht nur bei Fukushima 1 gibt es Probleme. Auch bei Fukushima 2 fiel die Kühlung aus. Experten versuchen nun das Kühlsystem in Gang zu bekommen. In den vier Reaktoren wurde indessen Druck abgelassen.

Sicherheitszone auf 20 Kilometer ausgeweitet

Bereits gestern hat die japanische Regiserung die Zone in einem Radius von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk Fukushima 1 evakuiert. Zehntausende Menschen mussten in Notunterkünfte gebracht werden. Desweiteren hat man bereits Jod zur Verfügung gestellt. Dieses wird nach einem Atomunfall ausgegeben, um die Menschen vor Schilddrüsenkrebs zu schützen.

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