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Wurde die Karriere von Claudia Pechstein wegen einer Krankheit zerstört?

Eisschnelllauf – Blutkrankheit zerstört Karriere?

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Am 03. Juli 2009 wurde Claudia Pechstein wegen Blutdopings zu einer Sperre von 2 Jahren verurteilt. Ihr Kampf gegen diese Sperre blieb bisher ohne Erfolg, jetzt könnte sich das Blatt aber drehen, nachdem ihr von mehreren Experten der Rücken gestärkt wurde.

Blutkrankheit schuld an den überhöhten Werten

Heute erklärten führende Blut-Experten in einer Pressekonferenz ihre Ergebnisse, welche darauf hinweisen das Claudia Pechstein eine Blutkrankheit hat, welche für die überhöhten Werte verantwortlich sind. Eben für die Werte, die zur Doping-Sperre geführt haben und Claudia Pechstein die Teilnahme an den Olympischen Spielen verwehrt haben.
Weiterhin sagte einer der Experten das andere Werte darauf hinweisen das es kein Doping gewesen sein kann, da diese Werte kontraproduktiv gewesen wären und somit wäre das Doping ein Misserfolg gewesen. Auch wurde die Frage in den Raum geworfen, warum einige Ergebnisse von Dopingkontrollen verschwiegen wurden, da durch diese ebenfalls der Verdacht des Dopings hätte entwertet werden können.

Darf zu große Vorsicht eine Karriere zerstören?

Jeder kann nachvollziehen das viele extrem empfindlich reagieren wenn der Verdacht des Dopings aufkommt, aber darf dies dazu führen das eine Karriere zerstört wird? Doping ist leider all gegenwärtig im Sport und viel zu viele Spitzensportler haben schon zu diesen illegalen Mitteln gegriffen, aber darf dies schon bedeuten, dass nur Indizen zu einer Verurteilung reichen und das man auf hundert Prozentige Beweise verzichten darf? Es geht immerhin um die Karriere, um das Leben eines Sportlers.

Claudia Pechstein mag heute entlastet wurden sein, dass bringt ihr aber leider nicht mehr die Olympischen Spiele zurück, nicht die Chance hier Gold für Deutschland zu holen und auch nicht die Chance ihrer Karriere weitere Höhepunkte durch Olympia hinzuzufügen. Hinzu kommt, dass auch nach diesen Freispruch ab jetzt immer ein Makel an Claudia Pechstein haften bleiben wird. Es wird immer die Frage im Raum bleiben ob sie nun nicht doch gedopt hat und nur durch einige Tricks jetzt diese Entwicklung herbeigeführt hat. Claudia Pechstein mag noch mal in den Wettkampf zurück kehren, aber ob sie in der Sportwelt wieder solch einen Status erreichen wird, wie sie ihn einmal hatte ist fraglich.

Sollte der Sportbund seine Sportler nicht schützen?

Die Frage muss erlaubt sein. Schließlich ist das Leben eines Leistungssportlers ziemlich eingeschränkt. Man muss jederzeit bereit für eine Dopingkontrolle sein, sich abmelden wenn man nicht daheim anzutreffen ist und sich auch sonst ziemlich strengen Regeln unterwerfen. Für einen fairen Sport sind diese Maßnahmen sicher sinnvoll, aber sollte man im Gegenzug nicht auch den Schutz des Sportlers wünschen dürfen, wenn dieser nur Anhand von Indizien und nicht anhand von 100 Prozentigen Beweisen, gesperrt wird?

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