Halloween steht vor der Tür

Veröffentlicht am: 26. Oktober 2008 Aktualisiert am: 28. Dezember 2009

Am Abend des 31 Oktobers ist es also wieder so soweit – zahlreiche kleine und große Kinder stehen vor unseren Türen und fordern lautstark Süßes oder Saures. Während in Amerika und Kanada Halloween zu einem der wichtigsten Volksfesten zählt, ist es bei uns eher ein kleines Fest am Rande das im Schatten von Weihnachten und Ostern steht. Das heutige Halloween hat seine Wurzeln in Irland von wo es durch Auswandere nach Amerika kam wo es großen Zuspruch fand. Doch die Geschichte dieses Festes ist noch viel älter – bereits die Kelten und Angelsachen feierten zu diesem Zeitpunkt ein Fest – das Fest des Sommerendes. Zu diesem Zeitpunkt so glaubten die alten Kelten war die Beziehung zu der Welt der Geister und Toten besonders stark sodass sogar eine Verbindung zu ihnen hergestellt werden konnte – daher auch die vielen „gruseligen“ Gestalten und Symbole zu Halloween. Eine andere Theorie geht davon aus das Halloween die folgenden katholischen Feiertage (Allerheiligen) einleitet, an denen dem Verstorbenen gedacht werden soll. Meiner Meinung nach ist jedoch erstere Theorie plausibler da die Christen viele Feste der Heiden schlicht und ergreifend übernommen haben (Weihnachten – ursprünglich Fest zur Wintersonnenwende und Ostern – ursprünglich Fruchtbarkeitsfest).

Anfang der 1990er kehrt das Fest aus Amerika nach Europa zurück und erhielt hier einen stark kommerzialisierten Charakter. Jedoch existieren überall regionale Bräuche die stark an Halloween erinnern, was belegt, dass diese fest auch in Europa einst gefeiert wurde. Im Gegensatz in Amerika, wo das Fest tatsächlich einen schaurigen Anklang hat ist die europäische Variante viel bunter und fröhlicher. Lediglich der amerikanische Ruf „Trick or Treat“ wurde eins zu eins ins deutsche Übernommen und lautet hierzulande nun Süßes oder Saures. Hiermit drohen die Kinder kleine Streiche an, sollten sie die geforderten Süßigkeiten nicht erhalten. Doch wie zu erwarten artet auch dies in unserer heutigen Zeit von Zeit zu Zeit gehörig aus. Aus dem Privileg kleine Streiche zu spielen machen manche Kinder für sich das Recht Autos zu zerkratzen, Wände zu beschmieren und Haustüren zu beschädigen. Laut Polizei soll es auch Vorkommen, dass ältere Kinder Kleineren unter Androhung von Schlägen die gesammelten Süßigkeiten abnehmen.

Auch die Verkleidungen sind aus Amerika zu uns gekommen. Typisch sind Geister, Vampire, Zombies oder ähnliche untote Wesen. Das typischste Symbol ist wohl der ausgehöhlte Kürbis der mit allerlei eingeschnitzten Fratzen und einem Licht im Inneren, welches uns die Halloweenszeit erhellt. Andere Symbole sind Fledermäuse, Spinnenweben oder sonstiges mit Grusel in Verbindung zu bringendes Zeug. Hier ein Tipp von meiner Seite: kauft das Zeug nicht einfach irgendwo im Supermarkt – wenn Halloween vorbei ist schmeißt ihr es doch eh weg. Im Gegenteil ist Halloween ein hervorragendes Fest um mit seinen Kindern Kürbisse auszuhöhlen oder schaurige Kostüme zu basteln – und glaubt mir die kleinen haben deutlich mehr Spaß wenn sie im selbstgebastelten Gespensterkostüm um die Häuser ziehen als wenn sie die Frankenstein-Maske aus dem Supermarkt vorm Gesicht haben.

Problematisch ist am Halloweenfest meiner Meinung nach lediglich, die wie bei jedem Fest zunehmende starke Kommerzialisierung. Ansonsten ist Halloween ein Fest, das zeigt, dass auch ohne christlichen Hintergrund schöne Feste gefeiert werden können.

Bild: © Gabi Schoenemann / PIXELIO‘ –
http://www.pixelio.de

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