Android und iPhone App Wikitude: Sehenswürdigkeiten, Supermärkte und vieles mehr finden

Veröffentlicht am: 14. September 2010 Aktualisiert am: 14. September 2010

Wer diesen Sommer im Urlaub war, hat sich sicherlich auch die zahlreichen Sehenswürdigkeiten einer Stadt angeschauen. Doch wenn man sich das Geld für eine Führung sparen wollte, dann wusste man meist nicht, zu welchem Zweck das Gebäude errichtet wurde, wie groß es ist, wer der Auftraggeber war und so weiter. Doch das könnte bald der Vergangenheit angehören, denn immer mehr Menschen sind im Besitz eines Smartphones und dazugehörig meist einem mobilen Internetvertrag, damit man unbegrenzt Surfen kann.

Wir von AllTheMedia haben zahlreiche Apps in diesem Sommer für euch getestet: Layar, Meine Stadt, Google Goggles und zuletzt noch Wikitude. Dabei versprechen Layar, Google Goggles und Wikitude sogar Augmented Reality, also die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Doch welches dieser Apps konnte uns überzeugen.

Die Testbedingungen

Wir hatten dazu das Motorola Milestone mit Google Android 2.1 Betriebssystem. Der Test der Apps erfolgte in Potsdam, Berlin und Dresden. Die Apps Layar, Meine Stadt, Google Goggles und Wikitude waren dazu auf dem neusten Stand gebracht worden. GPS war selbstverständlich aktiviert.

Layar, Meine Stadt, Google Goggles und Wikitude

Zunächst war Layar in Berlin an der Reihe. Die Screenshots sahen sehr vielversprechend aus, versagte aber auf Anhieb. Die Funktionsweise: Zunächst muss man festlegen, welche Ebenen man aktivieren möchte. Die meisten davon sind kostenlos. Nun befanden wir uns vor dem Fernsehturm, schauten auf das Display, doch jener wurde nicht angezeigt. Auch zum roten Rathaus in Berlin wollte uns die App keine Informationen liefern. Entweder ist es noch nicht für Deutschland funktionstüchtig oder wir waren nicht in der Lage die App richtig zum Laufen zu bringen. Layar ist kostenlos und für iPhone und Android verfügbar.

Dann folgte Google Goggles. Bei dieser App muss man ein Foto des Gebäudes machen und Google sucht dann, ob es ein ähnliches Foto bereits gibt. Dies funktionierte bei Gebäude 1 nicht, doch den Fernsehturm erkannte Google. Leider war Google Goggles nur auf Englisch, sodass auch die Bildinformationen zum Fernsehturm auf Englisch waren und so für Leute, die Englisch nicht verstehen, ungeeignet ist.

Zuletzt folgte dann noch Wikitude, unser eindeutiger Testsieger. Diese App, erhältlich für Android und iPhone, hält was es verspricht und daher WIkitude ausführlich.

Testsieger Wikitude

Wikitude gibt es in Deutsch, wodurch auch Laien damit gut umgehen können. Wie bei Layar müssen wir nun erstmal festlegen, von welchen Diensten wir die Informationen holen wollen. Darunter fallen zahlreiche englischsprachige Dienste, aber auch deutsche Dienste wie die Wikipedia, das Unesco Weltkulturerbe, Qype und viele mehr sind möglich. Mit einem Klick auf Wikipedia ist dieser Informationsdienst aktiviert.

Nun können wir von Worlds beispielsweise auf Liste wechseln und finden nun die zahlreichen Gebäude und Sehenswürdigkeiten, welche sich in unserer Umgebung befinden mit einem Informationstext. Klicken wir auf diesen nun rauf, so wird aus dem Ausschnitt des Textes weiterer Text abgerufen und angezeigt, zudem kann man auch zu Wikipedia wechseln und dort den kompletten Artikel lesen.

Doch das war noch nicht alles. Wir können nun auch auf Karte klicken und Google Maps mit unserem aktuellen Standpunkt wird uns angezeigt. Dazu finden wir auf der Karte, wenn wir Wikipedia aktiviert haben, ein weißes W auf schwarzen Hintergrund. Klicken wir dort rauf, erhalten wir ebenfalls die Informationen zu der Sehenswürdigkeit. Außerdem wird uns dort wieder die Entfernung angezeigt, wobei man zwischen Meile und Kilometer in der App wechseln kann.

Doch das besondere an Wikitude ist die Augmented Reality. Nun gibt es noch einen vierten Tab oben: Kamera. Wenn wir dort nun „raufklicken“ wird die Kamera gestartet. Bei dieser finden wir nun ebenfalls die Markierungen wie auf der Karte, allerdings sehen wir alles durch die Kamera und auf dem Display werden die Informationen angezeigt. Wenn wir uns nun drehen, wird einem immer das angezeigt, wo man gerade hinschaut. Interessiert uns nun bspw. die Semperoper, so halten wir dort hin und klicken dann auf das Icon. Wir sehen dann die Entfernung und die Informationen zum gebäude. Außerdem können wir uns auch die Details anschauen, wobei man die Kameraeinstellung verlässt und sich die Informationen durchlesen kann.

Einziger Nachteil, der uns aufgefallen ist. Fährt man beispielsweise mit dem Bus, so wird man auf der Karte zwar versetzt, aber neue Sehenswürdigkeiten in der Umgebung werden nicht nachgeliefert, sodass man die App nochmal starten muss, um auch am neuen Standort die Informationen zu interessanten Gebäuden zu erhalten. Wer wissen will, wie das aussehen könnte, schaut einfach mal bei YouTube vorbei. Dort haben zahlreiche User bereits die App getestet.

Empfehlung: Meine Stadt

Bei der App von MeineStadt.de handelt es sich zwar nicht um Augmented Reality, doch diese App hat dafür einen anderen Vorteil. Wenn man sich in einer Stadt befindet, die bei MeineStadt eingetragen ist, so kann man nun zwischen zahlreichen Icons wechseln. Wenn man wissen will, wo sich der nächste Supermarkt oder der nächste Rewe befindet, braucht man nur in Supermärkte zu gehen. Wer sein Auto tanken muss, schaut bei Tankstellen, wo sich welche in der Nähe befinden. Dorthin kann man sich dank Google Maps auch navigieren lassen. Viele weitere Orte sind möglich wie Sehenswürdigkeiten, Bars, Restaurants und vieles, vieles mehr.

Wenn ihr noch Fragen zu den Apps habt, dann immer her damit!

Weitere Videos zum Thema

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2 Comments

  1. Ulrich Becker
    Ulrich Becker Oktober 12, 11:51

    Ich suche einen App, den ich auf meinem Iphone verwenden kann, um mir den Namen der Sehenswürdigkeiten anzuzeigen, die ich gerade foftografiere.

    Reply to this comment
    • Paul
      Paul Oktober 15, 17:52

      Nimm doch einfach Wikitude, der zeigt dir dann an, was sich in der umgebung befindet. angeblich soll google googles das könne, hat bei mir aber nicht so recht funktioniert.

      Reply to this comment

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