Lieber den GMailspatzen in der Hand, als Outlook aufm Dach

Veröffentlicht am: 27. Februar 2012 Aktualisiert am: 28. Februar 2012

Beim weiteren Konfigurieren, Tweaken, Basteln und Rumprobieren mit meiner aktuellen Snow Leopard Installation (bald Lion) auf meinem PC erlebte ich bislang so einiges. Dass „Office for Mac“ generell etwas äußerst seltsames darstellt, ist ja nix neues. Wer das wahre Grauen jedoch kennen lernen möchte, darf dort ruhig mal seine Google Mail Accounts einrichten. Alleine der Umgang mit Labels gestaltet sich äußerst umständlich, denn um diese als Ordner angezeigt zu bekommen, muss einiges an Handarbeit erledigt werden.

Netterweise wird in diesem Tutorial alles nötige erklärt, um Outlook mehr oder weniger mit GMail integriert zum Laufen zu bekommen. Allerdings sind einige unschöne Workarounds notwendig, so wie beispielsweise das zusätzliche Einrichten von Regeln um die Ordner/Labelinhalte komplett als gelesen zu markieren. Außerdem müssen alle Labels innerhalb von GMail umbenannt werden, damit sie als IMAP-Ordnerhierarchie in Outlook auftauchen. Generell ein ziemliches Gefummel für ein bisschen Mailing.

Wer ausschließlich GMailkonten benutzt (über Google Apps Free/Business kann ja schließlich auch die eigene Domain mit einbezogen werden) und davon auch noch mehrere hat, kann seinen Mac mit dem Spatzen ausstatten.

Sparrow ist in einer Vollversion und einer werbegestützen Version verfügbar. Beide sind featuretechnisch identisch und unterscheiden sich nur in kleinen Punkten. So hängt die Liteversion stets eine kleine Zeile mit „sent with Sparrow“ an die Signatur, welche sich jedoch händisch wegeditieren lässt (Zwangsneurotiker werden sich freuen). Zudem wird ein klitschkokleines Werbebanner in der Mailübersicht eingeblendet, welches jedoch nicht weiter stört. Zum Testen der 7,99 € Vollversion reicht es zudem allemal aus.

Unterstützt wird die Unified Inbox (ein gemeinsamer Posteingang für alle Konten á la iOS) nebst den gängigen GMail-Features wie Labels, Konversationsansicht und einer ausgefeilten Suchfunktion. Auch die Archivfunktion von Google Mail wird unterstützt. Essentiell packt diese ja einfach nur die zu archivierende Mail in den „Alle Nachrichten“ Ordner, was sich in Outlook aber gar nicht so leicht bewerkstelligen lässt, wenn man eine schnelle Lösung gewohnt ist.

Besonders angenehm zeigt sich die übersichtlich angelegte UI im Alltagsgebrauch, da via einer Verbindung zu Facebook relevante Profilbilder bei den jeweiligen Mails auftauchen. Zusätzlich wird der Dienst von Gravatar in Anspruch genommen, um weitere Avatarbildlücken zu schließen.

Das minimalistische Interface verbirgt gekonnt unnötige Informationen, ganz nach dem aktuellen Designparadigma. Label werden als kleine farbige Ecken angezeigt. Die Wichtigkeit einer Mail wird mit einem kleinen gelben Pfeilsymbol, welches an das Pendant aus GMail erinnert, dargestellt. Tastaturshortcuts aus dem webbasierten Vorbild wurden fast vollständig übernommen.

Insgesamt ist Sparrow ein beeindruckendes Exemplar unter den Mac-Emailclients. Ob Tiername oder kein Tiername, die UI kann überzeugen und zeigt sich im Alltagsgebrauch als praktisch und zentauglich. Was mich bislang stört ist jedoch die eher passive Einbindung von Labels, welche z.B. nicht zum Sortieren der Mails genutzt werden können.

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