Amoklauf von Ansbach: Abiturient verletzt mehrere Personen

Veröffentlicht am: 18. September 2009 Aktualisiert am: 18. September 2009

Die Gewalt an Schulen nimmt zu.  Nun passierte gestern früh ein weiterer versuchter Amoklauf. Das es keine Toten gibt, hat man couragierten Polizisten und einem Mitschüler zu verdanken.

In der mittelfränkischen Stadt Ansbach kam ein Gymnasiast mit schwerer Bewaffnung in Form von Molotowcocktails, Messern und Axt in seinem Gymnasium an. Dies brauchte er, um zwei Schülerrinen schwer sowie mehrere Schüler und einen lehrer leicht zu verletzen. Am Ende der Täter selbst, als ihn die Polizisten anschossen. Er ist auch mittlererweile außer Lebensgefahr.

8:35 Uhr – Bei der Polizei geht der Notruf eines Schülers ein (er ist auch bei der freiwilligen Feuerwehr), der mitbekommen hat, dass jemand im Besitz von Molotowcocktail ist und diesen in ein Klassenzimmer geworfen hat.

8:43 Uhr – Der erste Streifenwagen trifft ein. Die beiden Polizisten – ein Beamter und eine Beamtin – gingen sofort ins Gebäude, obwohl die Lange unklar war. Sie folgten dem Brandgeruch und trafen im dritten Stockwerk auf den Mann. Als der junge Mann den Aufforderungen der Polizisten nicht nachkam und sie sogar bedrohten, gaben sie mehrere Schüsse ab, wobei sie ihm im Oberkörper trafen.

Bis dahin hatte der junge Mann in zwei Klassenzimmer der Klassen 9 und 11 zwei Brandsätze geschleudert. In einem Zimmer brach ein Feuer aus, im anderen zündete der Molotowcocktail nicht. Sogar eine Axt oder ein Messer brachte er mit, denn ein Mädchen erlitt Frakturen am Schädel und schwebte danach in Lebensgefahr. Beide schwerverletzten Mädchen wurde ins Krankenhaus gebracht. Alle leicht verletzten wurden ambulant ärztlich versorgt, was ihre äußerlichen Wunden betraf.

Alle Schüler wurden in die nahe Ansbacher Agentur für Arbeit gebracht, wo sie seelisch versorgt wurden. Auch wurde sichergestellt, dass kein Schüler in der Schule zurückgeblieben war. Die Eltern holten ihre Kinder dann ab. Das alles so glimpflich verlaufen ist, hatte zum einen mit dem goraugierten Auftreten der Beamten zu tun. Allerdings wurde dieses Unmögliche schon seit Jahren an bayerischen Schulen geprobt, denn man weiß ja nie, ob so etwas auch an dieser Schule passieren kann. Denn schon 2002 in Erfurt und in Winnenden (AllTheMedia berichtete) dieses Jahres zeigen, was passieren kann. Und das es hier ohne Tote blieb, hatte damit zu tun, dass die Polizisten den Täter nach nur 11 Minuten stoppen konnten.

Über den Täter ist nur sehr wenig bekannt. Die meisten sagen, er war sehr zurückhaltend und ein guter Schüler. Er besucht die 13. Klass und hätte dann sein Abitur abgelegt. Was ihm zu dieser Tat trieb, ist weiterhin unklar. Auch konnte er noch nicht vernommen werden.

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